MINT-Bildung NRW

Förderung der MINT-Bildung in NRW

Die Unternehmensverbände in NRW fördern mit verschiedenen Projekten die MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) vom Kindergarten bis zur gymnasialen Oberstufe.

Unternehmer nrw, die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. (vormals arbeitgeber nrw, Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen) vertritt als Zusammenschluss von fast 100 Verbänden aus unterschiedlichen Branchen die politischen Interessen der Wirtschaft des Landes und fördert die MINT-Bildung in Schulen schon seit 2001.

"Um den Mangel an technischen Fachkräften zu beheben, müssen junge Menschen frühzeitig an Naturwissenschaften und Technik herangeführt werden. Alle von uns unterstützten MINT-Projekte leisten dazu einen wertvollen Beitrag und fördern naturwissenschaftliche Kenntnisse, Neugier und Kreativität von Kindern und Jugendlichen", so erklärt Dr. Hans-Jürgen Forst, Vorstandsmitglied unternehmer nrw, das Engagement der Unternehmensverbände.

Naturwissenschaften kinderleicht gemacht…

„Was blubbert da im Wasserglas?“ – diese und andere Fragestellungen von Vorschulkindern können im Rahmen von kleinen Experimenten im Kindergarten untersucht werden. Voraussetzung ist, dass die Erzieherinnen gelernt haben, das Interesse der kleinen Forscherinnen und Forscher an Naturphänomenen kindgerecht aufzugreifen. Damit dies gelingt, bieten die Landesvereinigung der Unternehmensverbände in Nordrhein-Westfalen seit mehr als drei Jahren regelmäßig Fortbildungen im Bereich der „MINT-Früherziehung“ an. Mit einfachen Haushaltsgegenständen wie Backpulver, Teelichtern, Gläsern, etc. lassen sich Naturphänomene aus dem alltäglichen Umfeld der Kinder erkunden. Die notwendigen Fortbildungen und Intensivschulungen für die Erzieherinnen führen die Unternehmensverbände in Kooperation mit Frau Prof. Lück und ihrem Team von der Universität Bielefeld durch. Seit 2006 wurden mehr als 3.000 Erzieherinnen aus NRW in den Fortbildungen und Intensivschulungen des Projektes weitergebildet.

MINI-Phänomene für Grundschulkinder

Um die Begeisterung für die MINT-Fächer entlang der gesamten „Bildungskette“ zu fördern, haben die Unternehmensverbände 2006 für Grundschulen in NRW das Projekt MINIPHÄNOMENTA gestartet. Nach einer eintägigen Fortbildung von zwei Lehrkräften pro Grundschule, können die Grundschulen für 14 Tage bis zu 52 Experimentierstationen ausleihen. Die Stationen ermöglichen Kindern eine Entdeckungsreise durch verschiedene physikalische und technische Phänomene wie „Reibungskraft – Wann rutscht der Klotz?“ oder „Blick in die Unendlichkeit“. Eine Besonderheit des Projektes ist die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Im Nachgang zur Ausleihe bauen Lehrkräfte und Eltern Stationen zum Verbleib in der Schule nach. Bis Ende 2011 werden mehr als 500 Grundschulen in NRW die Stationen ausgeliehen haben.

MINT-Profilbildung in weiterführenden Schulen

Zur Förderung der MINT-Bildung in den weiterführenden Schulen bieten die Unternehmensverbände die Projekte MINT-EC (für Gesamtschulen und Gymnasien), MINT-REAL (für Realschulen) und seit 2009 MINT-HAUPT (für Hauptschulen) an. Einmal im Jahr finden für die verschiedenen Schulformen Bewerbungsverfahren statt, in denen die Schulen ihre besonderen MINT-Aktivitäten und –Erfolge nachweisen müssen. Nach einer Begutachtung durch eine Expertenjury werden Schulen für die Verleihung des MINT-Gütesiegels benannt. Die Zertifizierung und damit die Aufnahme in das "MINT-Netzwerk" ist mit der Unterstützung dieser Schulen durch exklusive Förderangebote, z.B. Fortbildungsveranstaltungen und Praktika für Lehrkräfte sowie MINT-Camps für Schülerinnen und Schüler, verbunden. 2010 gibt es 26 MINT-EC-Gymnasien, 31 MINT-REALschulen und neun MINT-HAUPTschulen in NRW.
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