Berufsorientierte Förderung

Unternehmen:Jugend - Zusammenarbeit mit Zukunft

„Unternehmen:Jugend“ ist ein Modellprojekt der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) im Rahmen der Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In Kooperation mit den Bundesprogrammen Jugendmigrationsdienste, Kompetenzagenturen und „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ unterstützt „Unternehmen:Jugend“ junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf.

Über 8 % der Jugendlichen verlassen die Schule ohne Abschluss, 20 % brechen ihre Ausbildung ab, 15% der über 20-Jährigen haben keinen Beruf erlernt. Sie haben kaum Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. „Unternehmen:Jugend“ unterstützt sie dabei, ausbildungsrelevante Kompetenzen zu entwickeln – durch stärkenorientierte Future Camps und konkrete Praxiskontakte. Denn es entspricht unternehmerischer Verantwortung, sich für die Ausbildung aller jungen Menschen stark zu machen.


Talent erkennen, Chancen ergreifen

„Unternehmen:Jugend“ aktiviert und stabilisiert schul- und ausbildungsdistanzierte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund, indem es sie gezielt auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet und zu einer Ausbildung motiviert. Gleichzeitig macht das bundesweite Modellprojekt durch umfassende Medien- und Netzwerkarbeit auf Belange junger Menschen aufmerksam, deren Talente und Potentiale nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. „Unternehmen:Jugend“ schärft den zweiten Blick von Wirtschaft und Öffentlichkeit – auch um dem wachsenden Mangel an Nachwuchs aktiv zu begegnen: Jugendliche kommen durch „Unternehmen:Jugend“ mit der realen Arbeitswelt in Berührung, Unternehmen lernen potenzielle Auszubildende kennen. „Unternehmen:Jugend“ will Jugendlichen, die im Regelschulsystem nur schwer ihren Platz finden, durch frühe Wirtschaftskontakte und positive Praxiserlebnisse Anerkennung und Perspektiven schaffen.

Stärkenorientiert und praxisnah

„Unternehmen:Jugend“ beinhaltet unter anderem einen zweistufigen Kompetenzcheck, um die Berufswahl der Jugendlichen realistisch zu gestalten, sowie mehrere zweitägige Future Camps. Future Camps sind eigens von der sdw konzipierte Trainings, in denen die Teilnehmer Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit erwerben, vereinfachte Assessment-Center durchlaufen, Bewerbungsgespräche trainieren und vieles mehr. Zudem liefern Praxiskontakte in Form von Praktika, Betriebserkundungen und Treffen mit Auszubildenden konkrete Einblicke in die Arbeitswelt. „Unternehmen:Jugend“ zielt auf Nachhaltigkeit: Erstens bietet das Projekt bedarfsorientierte Multiplikatorenschulungen, um Lehrer und Sozialarbeiter zur berufsorientierten Vorbereitung der Jugendlichen und Kooperation mit der Wirtschaft zu qualifizieren. Zweitens baut die sdw über vielseitige Veranstaltungen stabile Netzwerke zwischen Schulen, Jugendhilfe, Verbänden, Kammern und Unternehmen auf.

„Unternehmen.Jugend“ gibt als Modellprojekt Raum zum Erproben innovativer Ideen für eine nachhaltige Verbindung von Schule, Ausbildung und Beruf. Alle Maßnahmen werden extern evaluiert.


Teilnehmer am Future Camp

Nachwuchsförderung geht alle etwas an

„Unternehmen:Jugend“ ist im Sommer 2009 an zehn Standorten in sieben Bundesländern gestartet. Neben Bamberg, Berlin, Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Dahme-Spreewald wurden Schwerin, Braunschweig, Osnabrück sowie Bielefeld, Köln und Halle ausgewählt. Zunächst nehmen regelschulpflichtige 14- bis 17-Jährige teil, deren Schulabschluss gefährdet ist. Sie sollen durch berufliche Perspektiven zu einem erfolgreichen Schulbesuch motiviert werden. Ab Frühjahr 2010 kooperiert die sdw mit der Bundesagentur für Arbeit und spricht junge, nicht mehr regelschulpflichtige Menschen bis 24 Jahre an, die bisher ohne Ausbildung sind. Aufgrund des großen Interesses wird „Unternehmen:Jugend“ noch in diesem Jahr um weitere Standorte ausgebaut.
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